Julian – Umweltsau?

Februar 19, 2020 | in Aktuelles von pragmatic industries | von Julian Feinauer

Wir sind Mitglied bei einigen Organisationen “for Future”. Und ich habe auch im Rahmen der Scientists for Future die Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben, keine dienstlichen Inlandsflüge zu Unternehmen bzw. keine Flüge für Strecken unter 1000 km. So kennt man mich und das erzähle ich auch immer wieder gerne. Der Klimaschutz ist das Nummer Eins Thema für unsere Generation und wir wollen bei pragmatic industries alles tun was wir können, um an dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung mitzuarbeiten (Siehe Bilder unseres Klimastreiks letztes Jahr).

ABER jetzt habe ich für heute einen Flug gebucht von Stuttgart nach Berlin. Das ist Inland und weit unter 1000km. Außerdem gibt es hier gute Alternativen mit der Bahn oder sogar mit dem Auto. Also mal wieder ein klassischer Fall von “Wasser predigen und Wein saufen?” der unserer Generation oft vorgeworfen wird? Ich würde sagen it depends.

Die Wahrheit ist nie schwarz oder weiß, die Wahrheit liegt immer irgendwo in der Mitte. Und eigentlich war mein Plan ein ganz einfacher: Da ich am Mittwochabend einen für mich sehr wichtigen Termin in Berlin habe, fahre ich am Vortag los, mit meiner Familie zu den Schwiegereltern, die auf dem Weg Richtung Berlin liegen. Und kann dann entspannt am Mittwochvormittag mit dem Zug nach Berlin weiterfahren. Nun habe ich aber relativ kurzfristig für den Mittwochmorgen noch einen Termin reinbekommen, der mir genauso wichtig ist wie der abends in Berlin. Jeder Unternehmer oder Startup Gründer kennt das, manchmal hast du einfach Termine die wirklich wichtig sind und die man auch nicht schieben kann. Normalerweise halt ein, zwei im Monat aber ich jetzt halt dummerweise zwei am selben Tag.

Daher habe ich mich dafür entschieden ausnahmsweise den Flieger zu nehmen, um bis mittags in Stuttgart bleiben zu können und abends dennoch rechtzeitig in Berlin zu sein. Ich hatte schon öfter ähnliche Situationen, in denen es möglich war die Termine dann zu verschieben oder umzuplanen. Diesmal leider nicht.

ABER was mir dennoch wichtig war ist das CO2 zu kompeniseren, das hierdurch verursacht wird. Und was soll ich sagen, es ist ein lächerlicher Betrag im Vergleich zum Ticketbetrag. Für mich ist die Welt an dieser Stelle nicht schwarz oder weiß, sie ist grau und ich versuche in meiner gegebenen Situation dennoch das Beste daraus zu machen.

Es gibt diverse Organisationen, über die man einen Klimaausgleich machen kann. Wir haben uns für die Seite myclimate entschieden, bei der man sich ganz einfach seine Emissionen (sei es ein Flug, Autofahrt, Kreuzfahrt, Haushalt etc.) berechnen und kompensieren kann. Für welche Klimaschutzprojekte und Bildungsprojekte sich myclimate genau einsetzt, könnt ihr hier nachlesen. Zusätzlich zum Ausgleich kann man auch einen Betrag seiner Wahl spenden.